Pollhans 2020 Schloss Holte-Stukenbrock

17. – 19. Oktober 2020

Pollhans gehört zu den traditionellen Jahrmärkten der Region Ostwestfalen-Lippe. Mit einer großen Kirmes, dem Bauernmarkt, der Wirtschaftsausstellung, vielen Krambuden und den Festzelten ist hier für beste Unterhaltung gesorgt. Alle Altersgruppen profitieren.


Hier ein wenig zur Geschichte des Marktes.

Kirchweihfest als Ursprung:

Der Ursprung von Pollhans reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Offizielles Geburtsjahr ist 1654. Entstanden ist der Markt aus einem Kirchweihfest, genauer gesagt, aus dem Ursula-Patronatsfest einer kleinen Kapelle im Holter Schlosskomplex.

Kram- und Viehmarkt:

Um 1700 tauchte der Markt dann erstmals in Kalendern auf. Mit der Folge, dass er fortan regionale Bedeutung erhielt. Der “Holter Markt”, wie er in seinen Anfangsjahrzehnten genannt wurde, etablierte sich schon früh als Kram- und Viehmarkt. Vor allem für die Landbevölkerung in der Senne war er wichtig, weil auch Werkzeuge und Kleidung zu haben waren. Früher wurden vor allem Pferde gehandelt, Händler kamen mit ihren Vierbeinern sogar aus dem Hessischen. Das war sicherlich auch dem Umstand zu verdanken, dass sich unmittelbar am Marktplatz zwei alte Handelsrouten kreuzten.

Bezeichnung und Standorte:

Trafen sich Publikum und Händler in den Gründungsjahren des Jahrmarkts noch auf einem Gelände nahe am Holter Schloss, so zogen sie im Laufe des frühen 18. Jahrhunderts nach und nach zum nahen Pollhanshof auf die “Pollhansheide” um. So verschwand der Begriff “Holter Markt” irgendwann. Die neue Bezeichnung “Pollhansmarkt” setzte sich durch. Das blieb auch so, nachdem ein erneuter Standortwechsel dem Markt 1912 ein neues Gelände gegenüber dem Schloß Holter Bahnhof bescherte. Dort findet “Pollhans” bis heute statt.

Pollhans immer wieder auch spektakulär:

Die Geschichte des Marktes ist sehr lebendig und somit reich an markanten Vorkommnissen und bunten Anekdoten. Schon um 1740 prügelten sich ein Marktbesucher und ein Marktschütze am Rande einer Tänzerei derart heftig, dass einer der beiden Kontrahenten nach einem Gewehrkolbenhieb auf den Kopf zu einem Chirurgus nach Rietberg gebracht werden musste. Um 1800 sperrte der Marktrichter einen Viehhändler kurzerhand ein, weil er sich geweigert hatte, ein Pferd zu bezahlen. Im späten 19. Jahrhundert rückten zum eigentlichem Markgeschehen verstärkt “Lustbarkeiten” hinzu: Gendarmen schauten Glücksspielern aus dem Ruhrgebiet argwöhnisch über die Schultern, Prügeleien waren nicht selten.

Die Zeiten haben sich natürlich geändert. Heute gibt es alles, was das Herz eines Jahrmarktbummlers so begehrt.  Alles spricht dafür,  die komplette Familie mitzubringen.

Bild: hgk-press

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